08.03.2020

Wild Wings haben im Derby das Nachsehen

Mit der 2:4 Niederlage in Mannheim endet die Saison 2019/20.

Die Tore von Michael Blunden und Maximilian Hadraschek reichten nicht zum Derby-Sieg. // Foto: City-Press/Sörli Binder

Die Wild Wings reisten, in ihrem letzten Spiel der Hauptrunde, zum Derby nach Mannheim. Die Adler waren von Anfang die spielbestimmende Mannschaft. Trotzdem hielten die Wild Wings das Derby, mit einem sehr starken Dustin Strahlmeier, lange offen. Maximilian Hadraschek und Michael Blunden glichen eine Zwei-Tore-Führung der Mannheimer (Torschützen: Denis Reul und Benjamin Smith) bis ins letzte Drittel aus. Doch die Adler schlugen zurück und gewannen letztlich verdient durch Tore von Tommi Huhtala und Matthias Plachta mit 4:2.

Mannheim startete extrem druckvoll in die Partie und dominierte das Spiel vom Start weg. Die ersten Warnschüsse flogen in der zweiten Spielminute auf das Netz von Dustin Strahlmeier. Borna Rendulic brachte die Scheibe ins Drittel der Wild Wings und feuerte ab. Doch Strahlmeier parierte, ebenso wie den Nachschuss von Järvinen. Zwei Minuten später erstmals Schwenningen. Doch Thuressons Abschluss war kein Problem für Dennis Endras. Für das erste Tor sorgte dann Denis Reul. Sein Schuss fand oberhalb der Fanghand den Weg ins Tor (6. Spielminute). Die Torschüsse der Wild Wings, von Kurth und Bassen, kamen in der Folge von weit draußen. Im ersten Powerplay bekamen die Blau-Weißen etwas Momentum, doch Mannheim kontrollierte nach wie vor. Ein guter Pass von Julian Kornelli in der 17. Minute ermöglichte Robak eine freie Schussbahn. Endras rutschte die Scheibe zwar durch, kullerte aber auch am Tor vorbei. Im Powerplay bliesen die Adler dann zum Schlussspurt. Benjamin Smith markierte aus dem Slot nach 19 Minuten das 2:0.

Die zweiten 20 Minuten starteten, mit dem im NHL Entry Draft hochgehandelten Tim Stützle. In der 21. Minute prüfte der Rookie Dustin Strahlmeier und war auch fortan der auffälligste Akteur im Mitteldrittel. Die Wild Wings ihrerseits waren nun besser im Spiel und konnten die Begegnung offener gestalten. Zunächst kam Troy Bourke gefährlich vors Tor. Eine Minute später provozierte Boaz Bassen einen Turnover, den Maximilian Hadraschek sehenswert mit der Rückhand zum 1:2 Anschlusstreffer vollendete (23. Minute). Sonnenburg kam anschließend im Powerplay mit einem Abschluss durch. Dann aber das Break der Adler in Unterzahl. Huhtala konnte nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Die Folge: Penalty-Shot Mannheim. Der Versuch von Rendulic fand in Strahlmeier jedoch ein jähes Ende. Mannheim blieb am Drücker. Stützle konnte noch von Brückner am Einschuss gehindert werden. Moritz Wirth zog nach Vorlage von Desjardins über das Tor. Stützle und Rendulic hatten in der 39. Minute nochmals gute Chancen für die Adler. Mit einem Schuss von Kyle Sonnenburg meldeten sich die Wild Wings kurz vor Drittelende nochmals zu Wort.

Das letzte Drittel der Saison sah zu Beginn wieder starke Adler. Und erneut war es an Tim Stützle, der im Anschluss an die Partie von seinem Coach auch ein Sonderlob bekam, die Mannheimer gefährlich vors Tor zu bringen. Seine dritte Chance binnen wenigen Minuten, ein sehenswerter Alleingang, vereitelte der ebenfalls starke Strahlmeier. Aus dem Nichts dann der Ausgleich der Wild Wings. Blunden zog parallel zum Tor, ein guter Körpereinsatz von Bourke sorgte für Platz und Raum, den Blunden zum Ausgleich ins kurze Eck nutzte. Mit einem Schuss von Colby Robak, sechs Minuten vor Schluss, war die letzte gute Chance der Schwenninger Geschichte. In der 58. Spielminute war es wieder Stützle der Huhtala bediente. Dessen Abnahme, vom Körper Frasers, über Dustin Strahlmeier unglücklich ins Tor sprang. Matthias Plachta traf dann noch ins „Empty Net“ und besiegelte die 2:4 Niederlage der Wild Wings.

 

Stimme zum Spiel von Niklas Sundblad:
„Ein verdienter Sieg für Mannheim. Strahlmeier war der Grund, warum wir so lange im Spiel waren. Im ersten Drittel war nicht viel von uns zu sehen. Im zweiten Drittel sind wir besser zurückgekommen. Auch die Überzahlsituationen haben uns etwas Momentum gegeben. Die Adler haben aber weiterhin viel Druck gemacht. Wir haben dann aus dem Nichts den Ausgleich erzielt. Doch dann kommt Mannheim nochmals verdient zurück und gewinnt.“

Highlight des Spiels:
Das „Duell“ Strahlmeier vs. Stützle, bot die größten Highlights des Derbys.

 

Statistik

Tore:
MAN – 1:0 – D. Reul; Assist: M. Goc, B. Rendulic  – 05:28 EQ

MAN – 2:0 – B. Smith; Assist: T. Huhtala, M.Plachta – 18:55 PP1

SWW – 2:1 – M. Hadraschek; Assist: B. Bassen – 22:10 EQ

SWW – 2:2 – M. Blunden – 50:07 EQ

MAN – 3:2 – T. Huhtala; Assist T. Stützle, C. Lampl – 57:40 EQ

MAN – 4:2 – M.Plachta; Assist M. Katic, A. Desjardins – 58:59 EN

 

Strafen:
MAN – T. Huhtala – 2 Min. – Halten des Stockes – 12:14

SWW – A. Thuresson – 2 Min. – Beinstellen – 17:16

MAN – V. Klos – 2 Min. – Hoher Stock – 22:21

MAN – V. Klos – 2 Min. – Hoher Stock – 22:21

SWW – C. Fischer – 2 Min. – Halten – 26:05

MAN – M. Wirth – 2 Min. – Beinstellen – 29:27

SWW – M. Sacher – 2 Min. – Beinstellen – 42:17

SWW – D. Yeo – 2 Min. – Beinstellen – 57:56

SWW – D. Yeo – 2 Min. – Check mit dem Stock – 59:35

 

Zuschauer: 13.167

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