12.03.2006

Schwenningen unterliegt Bietigheim

Nach hartem Kampf 1:3

Die Vorzeichen vor dem zweiten Playoffspiel gegen die Bietighein Steelers waren aus SERC-Sicht eher schlecht. Konnte Wild Wings-Trainer Bernhard Kaminski beim ersten Aufeinandertreffen am Freitag noch seine beste Mannschaft ins Spiel schicken, musste er heute auf Wayne Hynes (Sperre nach der dritten Disziplinarstrafe) und Karsten Schulz verzichten, der Probleme mit der Wirbelsäule hat. Dusan Frosch wurde vor 3809 Zuschauern, darunter rund 400 aus Bietigheim, als bester Außenstürmer der Liga geehrt. Die Schwenninger Fans ließen sich nicht lumpen und hatten eine schöne Choreographie entworfen, die dem Spiel einen würdigen Rahmen bereitete. "Durchstarten zum Höhenflug" stand auf einem riesigen Plakat.

Und als ob sie wirklich durchstarten würden, legten die Wild Wings los. Nur mit Fouls konnten die Wings in den ersten zwei Wechseln gestoppt werden. Und diese Strafe rächte sich, denn nachdem das Powerplay erst nicht klappen wollte, stand Alexander Moger goldrichtig und lochte nach etwas mehr als drei Minuten zum 1:0 ein. Die Wild Wings setzten nach, aber auch die Gäste suchten ihre Chance. In der 13. Minute stellte Schiri Hascher gleich zwei Schwenninger vom Eis, so dass es ein Gegentor gegen doppelte Überzahl der Steelers zu verhindern gab, was allerdings nicht klappte. Campbell glich nach 12:14 Minuten aus.

Das zweite Drittel begann temporeich und mit viel Kampf - Playoff-Eishockey eben. So langsam gewannen die Wild Wings etwas die Überzahl. Aber Bietigheim fuhr die gewohnt gefährlichen Konter. Ein "Wundersave" von Elliott verhinderte in der 31. Minute das 2:1. Unglaublich! Und kaum waren diese Zeilien geschrieben, fuhren die Steelers einen schönen Konter, den Hart zum 1:2 abschloss. Irgendwie nicht dem Spielverlauf wiedergebend, aber eben genau das, was die Steelers so stark macht: Eiskalt vor dem Tor.

Jetzt wirkten die Wild Wings geschockt, Bietigheim immer einen Schritt schneller. Und das führte zu einer Strafe gegen Martin Hoffmann. Doch der SERC besann sich genau in dieser Phase und spielte in Unterzahl mit. Gleich mehrmals strich der Puck nur Millimeter am vom Elliott glänzend gehüteten Tor vorbei. So blieb es beim 1:2.

Die Marschrichtung des SERC im letzten Drittel war also klar. Ab nach vorne ohne jedoch zu weit die Defensive zu öffnen. In der 42. Minute hatte Martin Hoffmann freie Schussbahn, aber Elliott glänzte wieder. Und danach stand der Mann im Gästetor immer weiter im Blickpunkt. Doch egal, was passierte, der Puck wollte nicht an ihm vorbei. Toll, jedoch, was die Wild Wings zeigten, denn mittlerweile spielten sie ohne drei. Robert Brezina lief im letzten Abschnitt nicht mehr auf. Dennoch drängten sie mit aller Macht auf den Ausgleich. Und die Steelers spielten sehr oft auf Icing um Zeit zu gewinnen. Irgendwie schien den Wild Wings die Luft auszugehen. Sie drängten, sie wollen, aber die Beine wurden immer schwerer. Trainer Bernhard Kaminski nahm 1:15 vor Ende der Partie eine Auszeit und wieder musste Rostislav Haas zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Das nutzten die Steelers in Form einen Empty-Net-Goals durch Schneider zum 1:3.