10.03.2006

Playoffderby beginnt heute in Bietigheim

Steelers favorisiert – Schwenningen rechnet sich aber durchaus Chancen aus.

Die Playoff-Paarungen hätten kaum zuschauerfreundlicher sein können als dieses Mal. Straubing muss sich mit Regensburg auseinandersetzen, im Nordderby treffen Bremerhaven und Wolfsburg aufeinander – um im Südwesten messen sich die Steelers aus Bietigheim mit den Schwenninger Wild Wings. Die Ausgangslage ist klar, Bietigheim ist Favorit, was angesichts des dritten Vorrundenplatzes keine andere Interpretation zulässt.

Und die Wild Wings fühlen sich in der Rolle des Außenseiters nicht unwohl, kann der auf Bietigheim lastende Druck doch auch für die Wild Wings sprechen. Von den Steelers wird heute ein Sieg erwartet. Das führt gelegentlich schon mal dazu, dass der Favorit nicht befreit aufspielen kann.

Beim ersten Aufeinandertreffen in der Hauptrunde waren die Steelers im Bauchenbergstadion siegreich. Beim ersten Match in Bietigheim fielen gleich 12 Tore in der regulären Spielzeit und das fällige Penaltyschießen ging an die Gastgeber. Danach siegten die Wild Wings je einmal zu Hause und einmal auswärts. Die logische Schlussfolgerung aus den Resultaten der Heuptunde: Die Steelers sind ganz stark, aber eben doch kein übermächtiger Gegner.

Allerdings muss für einen Sieg der Schwenninger viel stimmen. Vor allem muss das Gala-Duo der Nord-Württemberger, Alexandre Jacques und Eric Schneider, aufgehalten werden. Wie wichtig die beiden Nordamerikaner für die Steelers sind, lässt sich anhand einiger Zahlen deutlich belegen. Von 180 Tore, erzielten die beiden alleine 78. Während Schneider 37 Tore und Jacques 41 Treffer erzielten, folgt Petr Mares als drittbester Torschütze mit 16 „Hütten“ mit respektvollem Abstand. Ein Vorteil, der auch zu einem Nachteil werden könnte, wenn die Wild Wings defensiv gut stehen.

Davon geht Trainer Bernhard Kaminski aus. Der 50-Jährige gerät leicht ins Schwärmen, wenn er über den Charakter seines Teams redet. „Die Mannschaft hat eine unglaublich gute Einstellung. Wenn mal ein individueller Fehler passiert, will den das ganze Team ausbügeln. Sie kämpfen immer bis zum Schluss und glauben an den Erfolg.“ Mit dieser Einstellung werden die Wild Wings auch in die kommenden Partien gegen den Derbygegner gehen.

Unterstützt werden die Blau-Weißen wieder von unzähligen Fans, die die 137 Kilometer nach Bietigheim nachfahren werden. Laut ersten Schätzungen könnten es gut und gerne 1000 Fans werden. Kapitän Steve Junker dazu: „Dank unserer Fans werden wohl alles Spiele Heimspiele für uns.“

Voll wird es sicher auch am Sonntag, wenn um 18:30 Uhr das zweite Spiel der best-of-seven-Serie in Schwenningen angepfiffen wird. Die Kartennachfrage ist sehr hoch und es wird mit Sicherheit sehr voll werden. Wer noch keine Tickets hat, sollte am Sonntag etwas früher als gewohnt am Stadion sein.