17.04.2011

Wild Wings mit bitterer Niederlage

Ravensburg entscheidet Spiel im letzten Drittel

(bo) Die Schwenninger Wild Wings mussten zum Auftakt des Play-off Finales eine bittere 2:7-Niederlage einstecken. Dabei hatte Schwenningen bis zum 1:1-Ausgleich mehr vom Spiel, im letzten Drittel kam es dann aber knüppeldick für die Mannschaft von Trainer Axel Kammerer.

Mit Spannung wurde das Spiel der Wild Wings in Ravensburg erwartet. 3.300 Zuschauer in der Eissporthalle in Ravensburg und noch einmal 2.200 Zuschauer beim Public-Viewing in der Helios-Arena sahen einen guten Beginn der Gäste. Ravensburg wirkte nervös, Schwenningen übernahm das Zepter und hatte gleich gute Chancen in Führung zu gehen. Aber Robin Just verfehlte das Ziel nur knapp in der ersten Spielminute. Genau 2 Minuten waren gespielt, als Schwenningen zum ersten Mal in Überzahl agieren durfte. Und wie schon sooft in diesen Play-offs war das Überzahlspiel der Wild Wings erfolgreich. Andreas Renz mit einem Schuss von der blauen Linie, Roland Mayr lauerte im Slot und fälschte die Scheibe unhaltbar für Lange im Kasten der Towerstars zur frühen Führung ab. Ravensburg kam nur sehr schleppend ins Spiel, die Gäste blieben die agilere und bessere Mannschaft im ersten Drittel. Radek Krestan und Robin Just verpassten es aber, die Führung weiter auszubauen. In der 8. Spielminute hatte auch Max Prommersberger das 2:0 auf dem Schläger. Nach feinem Zuspiel von Philipp Schlager scheiterte er aber an Lange. Auf der Gegenseite hatte Matt Kinch die Chance zum Ausgleich, aber er fand in Steve Silverthorn seinen Meister. Überhaupt stand Schwenningen sehr gut in der Defensive und ließ die Ravensburger immer wieder vergebens anrennen- wenn es doch mal brenzlig wurde, so war auf Steve Silverthorn Verlass.

Auch im zweiten Drittel war Schwenningen zunächst einen Tick besser als die Hausherren. Doch wer seine Chancen nicht nutzt, der wird meist gnadenlos bestraft. Und so kam Ravensburg mit einem Sonntagsschuss zurück ins Spiel. In Überzahl hämmerte Alex Leavitt die Scheibe genau unter die Latte. Von da an legten die Hausherren die Nervosität ab und übernahmen mehr und mehr die Initiative. Sechs Minuten nach dem Ausgleich legte Ravensburg nach. Cabana brachte seine Mannschaft in der 39. Minute zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Und die Wild Wings? 18 Sekunden nach dem Tor von Cabana war Brock Hooton zur Stelle und brachte seine Mannschaft zurück ins Spiel. Mit diesem Remis ging es zum letzten Mal in die Kabinen.

Im letzten Drittel lauerten beide Mannschaften auf die Fehler des Anderen und es entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Was sich dann ab der 44. Spielminute abspielte, kann man nur schwer beschreiben. Dominik Quinlan verbüßte eine Zwei-Minuten-Strafe und Ravensburg gelang der dritte Powerplaytreffer an diesem Abend. Von da an ging es Schlag auf Schlag und die Schwenninger Wild Wings kassierten innerhalb von 4´39 Minuten fünf Gegentreffer. Auch Sinisa Martinovic, der nach dem 6:2 zwischen die Pfosten der Wild Wings rückte, musste noch einmal hinter sich greifen. Am Ende verlieren die Wild Wings Spiel eins gegen Ravensburg deutlich mit 2:7. Mund abwischen und nach vorne blicken heißt nun die Devise- denn bereits am Dienstag können die Wild Wings den Ausgleich schaffen in der Helios-Arena. Bully ist um 20 Uhr.