(bo) Mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen haben die Schwenninger Wild Wings zum sechsten Mal in Folge auswärts gewonnen. Trotz eines 1:3-Rückstandes drehten die Wild Wings das Spiel in Garmisch und kletterten in der Tabelle auf den fünften Rang.
Trainer Jürgen Rumrich musste gleich auf drei Verteidiger verzichten. Neben Adam Borzecki und Max Prommersberger fiel auch Marcus Götz mit einer Leistenverletzung aus. Rumrich beorderte so Dominik Quinlan und Peter Boon in die Verteidigung. „Es war das erwartet schwere Spiel in Riessersee. Zudem hat man gerade in der Anfangsphase deutlich gemerkt, dass wir in der Verteidigung umstellen mussten. Aber dennoch muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, die nie aufgesteckt und sich ins Spiel zurückgekämpft hat“, erklärte Jürgen Rumrich nach der Partie. Riessersee begann forsch und hatte die besseren Chancen. Und so gingen die Hausherren nicht ganz unverdient durch Benjamin Barz in der 8. Spielminute in Führung. Der Stürmer stand goldrichtig und staubte ab. Die Wild Wings kämpften sich weiter in das Spiel, auch wenn spielerisch an diesem Abend nur wenig gelingen wollte. In der 18. Spielminute glich Schwenningen durch Philipp Schlager aus, der einen Abpraller zum 1:1 nutzte. Bitter dann der erneute Führungstreffer für Riessersee. Die Wild Wings mit einem Überzahlspiel, der Treffer fiel jedoch auf der anderen Seite. Kapitän Tim Regan drosch die Scheibe mit einem Sonntagschuss am Mittwochabend unhaltbar in die Maschen. Auch im zweiten Abschnitt hatte Schwenningen weiter mehr Spielanteile, tauchte aber nur zu selten gefährlich vor dem Kasten von Schlussmann Wild auf. Auch im Powerplay wollte nicht viel gelingen. David Appel brachte seine Mannschaft in der 30. Spielminute mit 3:1 in Front. Mit viel Einsatz und dem Quäntchen Glück kamen die Wild Wings noch einmal zurück. Zuerst erzielte Radek Krestan noch im zweiten Drittel den 3:2-Anschlusstreffer. Im letzten Abschnitt war es Marc Wittfoth, der mit einem fulminanten Schuss den Ausgleich erzielte- ein sehenswerter Treffer, der den Einsatz und den Kampf der Wild Wings unterm Strich belohnte. In der Overtime sollten keine weiteren Treffer mehr gelingen, sodass das Penaltyschießen die Entscheidung bringen musste. Sinisa Martinovic parierte zwei Penalties, Brock Hooton sollte als einziger Schütze treffen. Und so ging der Zusatzpunkt nach Schwenningen, die damit zum sechsten Mal in Folge auswärts gewinnen konnten.