(bo) Mit einem 5:1-Auswärtssieg haben sich die Schwenninger Wild Wings im Kampf um die Play-off Plätze zurückgemeldet. Kaufbeuren konnte zwar am Ende ein Chancenplus verzeichnen, Schwenningen nahm die Punkte aber durch eine clevere und engagierte Leistung am Ende verdient mit in den Schwarzwald.
„Wir wussten, dass Kaufbeuren mit einer Serie im Rücken ins Spiel gehen wird. Deshalb waren wir gewarnt und von Anfang an hellwach“, sagte Jürgen Rumrich nach der Partie gegen den Tabellenvierten. Schwenningen geriet in der Anfangsphase tatsächlich gehörig unter Druck. Doch die Hausherren ließen selbst beste Chancen ungenutzt. Nelson und Menge verpassten knapp das Ziel. Schwenningen kam in der 6. Spielminute zur ersten nennenswerten Chance. Dan Hacker mit dem feinen Zuspiel auf seinen Sturmkollegen Pierre-Luc Sleigher, doch der scheiterte freistehend an Stefan Vajs im Kasten der Hausherren. Zwei Spielminuten später ging Schwenningen in Führung. Jason Pinizzotto markierte in seiner unnachahmlichen Art den 1:0-Führungstreffer. Den Schuss von Brock Hooton konnte Vajs nur abprallen lassen, Pinizzotto stand goldrichtig und schob ein zur Schwenninger Führung. Danach erhöhten die Hausherren die Schlagzahl und belagerten das Tor von Mathias Lange. Doch der hielt seinen Kasten sauber und verhinderte ein ums andere Mal den Ausgleichstreffer. Schwenningen weiter clever und eiskalt in der Chancenverwertung. Mit einem platzierten Handgelenkschuss erzielte Brock Hooton das 2:0- 14 Minuten waren da gespielt. Und Kaufbeuren? Die Hausherren starteten wütende Angriffe Richtung Mathias Lange, doch mehr als der Pfostentreffer vier Sekunden vor der Pausensirene durch Leisenring sprang dabei nicht heraus. Erst als Brown im vierten Anlauf kurz nach Wiederbeginn seine Mannschaft auf 1:2 heranbrachte, keimte noch einmal Hoffnung im Lager der Jokers auf. Aber mit Geschick und der nötigen Portion Glück verteidigte Schwenningen die knappe Führung. Aber nicht nur dass, denn im entscheidenden Moment landeten die Wild Wings den entscheidenden Nadelstich und gingen durch Philipp Schlager mit 3:1 in Führung. Schlager war es auch, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße brachte. Kaufbeuren zwar weiter bemüht, dennoch gelang den Hausherren in der Folgezeit nicht mehr allzu viel. Und so war es den Wild Wings vorbehalten, den Schlusspunkt zu setzen. Nach feiner Vorarbeit durch Mirko Sacher, netzte Jason Pinizzotto zum 5:1-Endstand ein. Die Wild Wings landen damit den dritten Auswärtssieg in Folge.