(bo) Die Schwenninger Wild Wings haben auch das zweite Spiel an diesem Zweitligawochenende verloren. Am Ende unterlag die Rumrich-Truppe verdient mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) in Bietigheim und rutscht damit in der Tabelle auf Rang vier ab.
Die Schwenninger Wild Wings hatten in Bietigheim ein echtes Déjà-vu-Erlebnis. Nach sechzig gespielten Minuten prangte ein 1:4 auf der Anzeigentafel und erneut mussten sich die Wild Wings mit einer Niederlage abfinden. Eine Niederlage, die auch Trainer Jürgen Rumrich nach der Partie noch wurmte. „Wir haben heute einfach nicht in unser Spiel gefunden und sind zu spät aufgewacht. Nach dem Anschlusstreffer war Feuer in der Partie, doch da war das Spiel bereits gelaufen.“
Zwei Drittel lang war Bietigheim die aktivere Mannschaft, war Gedanken schneller und hatten ein deutliches Chancenplus in den ersten beiden Dritteln. Schwenningen tauchte nur äußerst zögerlich vor dem gegnerischen Tor auf. Selbst sieben Überzahlsituationen ließen die Wild Wings ungenutzt verstreichen. Die Steelers traten an diesem Abend alles andere wie ein Tabellenletzter auf und setzten die Wild Wings früh unter Druck. Die Folge: nach sieben Minuten gingen die Hausherren durch St. Jacques in Führung- ein Treffer, der sich zuvor abgezeichnet hatte. Zwar konnte der beste Schwenninger an diesem Abend, Sinisa Martinovic, den ersten Versuch der Steelers noch klären, aber René Schoofs nahm den Abpraller dankend auf. Kurz vor dem Drittelende erhöhte Daniel Oppolzer gar auf 0:2 aus Sicht der Wild Wings. Schwenningen kam zwar im zweiten Drittel nun etwas besser in die Partie, doch Brock Hooton, Jason Pinizzotto und Pierre-Luc Sleigher scheiterten an Bietigheims Schlussmann Charpentier. In der 26. Minute ließen die Wild Wings dem nächsten Gegenspieler zu viel Freiraum, diesmal wurde Brent Walton sträflich alleine gelassen- 0:3.
Die Entscheidung dann acht Minuten vor dem Ende. Arturs Kruminsch umkurvte die Schwenninger Verteidigung und auch Sinisa Martinovic. Der Youngster hatte keine Probleme zum 4:0 einzuschieben- die Partie damit natürlich zu Gunsten der Steelers entschieden. Zwar erzielte 28 Sekunden später Dan Hacker den Anschlusstreffer, doch dieser sollte zu spät kommen. Es blieb bei diesem Ergebnis- die Steelers feiern ihren ersten Heimsieg unter Kevin Gaudet. Schwenningen verliert zum ersten Mal wieder in der Fremde seit dem 08. November 2011.