(bo) Die Schwenninger Wild Wings haben ein fast perfektes Wochenende hinter sich. Nach dem Sieg in Ravensburg, bezwang die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich den Tabellennachbarn aus Rosenheim mit 3:2 nach Penaltyschießen.
Vor der Partie lagen beide Mannschaft punktgleich auf dem dritten beziehungsweise vierten Tabellenplatz. Dementsprechend motiviert und engagiert gingen Schwenningen und Rosenheim vor knapp 3.000 Zuschauern zu Werke. Und so standen die beiden Torhüter Norm Maracle auf Rosenheimer Seite und Schwenningens Goalie Sinisa Martinovic gleich von Beginn an im Mittelpunkt. Zunächst hatte Martinovic zwei starke Szenen, als er gegen Patrick Asselin und Stephan Gottwald in allerhöchster Not retten konnte. Schwenningen kam durch Jason Pinizzotto und Dominik Quinlan zu ersten Torgelegenheiten. Pinizzotto traf aber nur das Außennetz, Quinlan scheiterte an Maracle.
Es war ein Spiel mit offenem Visier, beide Mannschaften suchten die Offensivaktionen. Es war aber auch ein Spiel zweier starker Torhüter- die gleich reihenweise beste Gelegenheiten hatten sich auszuzeichnen.
Nach dem torlosen ersten Drittel, sollte es der Gast aus Rosenheim sein, der zum ersten Mal zuschlagen konnte. Aus dem Gewühl heraus traf Patrick Asselin zum 0:1 (21.) für die Starbulls.
Schwenningen drängte nun auf den Ausgleich und fuhr einen Angriff nach dem nächsten auf das Tor von Maracle. Die dickste Gelegenheit verpasste Peter Boon, als er die Scheibe am leeren Kasten vorbeischob. Fünf Minuten nach der Rosenheimer Führung sollte Schwenningen nun doch belohnt werden. Mirko Sacher hämmerte die Scheibe in Überzahl mit einem fulminanten Schlagschuss in die Maschen des Gästetores.
Rosenheim hätte beinahe postwendend zurückgeschlagen, aber an Sinisa Martinovic kam Mitch Stephens nicht vorbei. Mit einem „Big-Save“ bewahrte er seine Mannschaft vor dem erneuten Rückstand. Drei Minuten später setzte Robby Sandrock ein Ausrufezeichen. Mit Schallgeschwindigkeit setzte er die Scheibe an die Querlatte- Maracle wäre in dieser Szene wohl ohne Chance gewesen. Auch im Schlussdrittel war es Sandrock, der für die Szene des Spiels sorgte. Mit einem Schlagschuss unter die Latte konnte er Norm Maracle im Kasten des Starbulls überwinden. Auch Gästecoach Franz Steer sah die Scheibe im Tor: „Da hatten wir Glück, denn für mich war die Scheibe ganz klar im Tor.“ Die Szene natürlich schwer zu sehen für Schiedsrichter Clement und so ging es spannend in die Schlussphase. Acht Minuten vor dem Ende ging Rosenheim erneut in Führung. Michael Baindl fälschte einen Schuss ab und der Puck fand genau die Lücke ins Tor der Wild Wings. Aber wie sooft in den vergangenen Wochen steckten die Wild Wings nicht auf und hatten die richtige Antwort parat. Peter Boon gelang mit einer Energieleistung der Ausgleich und sorgte damit für den Endstand nach 60 Minuten. Die Verlängerung sollte keinen weiteren Treffer mehr bringen, sodass der Zusatzpunkt im Penaltyschießen vergeben wurde. Dort trafen Brock Hooton und Peter Boon für Schwenningen, Rosenheim verwandelte nur einen Penalty, sodass die Wild Wings einen wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten in der Tabelle feiern konnten.