(bo) Die Siegesserie der Wild Wings ist gerissen. Gegen Bremerhaven verlor die Mannschaft von Trainer Jürgen Rumrich mit 3:4 (2:1, 1:0, 0:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen und muss sich mit einem Punkt zufrieden geben. Ein kleiner Wehrmutstropfen bleibt aber dennoch, denn auch die Konkurrenz verlor, so dass es zumindest in der Tabelle einen Rang nach oben ging.
Sinisa Martinovic hütete das Tor der Schwenninger Wild Wings beim Heimspiel gegen die Fishtown Pinguins, als Back-up rückte Kai Kristian für den verletzten Mathias Lange nach. Lange plagt eine Leistenzerrung, so dass er eine Zwangspause verordnet bekam. Ansonsten musste Trainer Jürgen Rumrich auf Dominik Quinlan, Matthias Forster, Adam Borzecki, Max Prommersberger und Christoph Melischko verzichten.
Vom Spielemarathon der letzten Wochen war den Schwenninger Wild Wings auch im Heimspiel gegen Bremerhaven (zunächst) wenig anzumerken. Offensivstark präsentierte sich die Mannschaft um Kapitän Andreas Renz im ersten Drittel und schnürte die Norddeutschen förmlich im eigenen Verteidigungsdrittel ein. Vor 3510 Zuschauern belohnte sich Schwenningen auch für eine gute Leistung in den ersten zwanzig Minuten und führte nach zwei Dritteln verdient mit 3:1. Das einzige Manko an diesem Abend war die Chancenverwertung, denn bereits nach dem ersten Drittel hätten die Wild Wings die Weichen auf Sieg stellen können, wenn nicht sogar müssen.
Das 1:0 fiel nach feiner Vorarbeit von Philipp Schlager, der Jason Pinizzotto mustergültig bediente und der ließ Gästekeeper Marko Suvelo keine Chance und besorgte die Führung in der 11. Spielminute. Pinizzotto war es auch, der das 2:0 für seine Mannschaft nachlegte. Brock Hooton mit dem präzisen Schuss von der blauen Linie, Pinizzotto hielt seinen Schläger hin und fälschte ab zum 2:0 nach 16 gespielten Minuten. Wie ais dem Nichts kam Bremerhaven noch vor der ersten Drittelsirene zum Anschlusstreffer. Mark Kosick konnte Martinovic zum ersten Mal überwinden. Mit dieser denkbar knappen Führung verabschiedeten sich beide Teams in die Drittelpause. Im zweiten Drittel war vom Spielfluss der Wild Wings nicht mehr viel zu sehen. Dies lag vor allem an vielen Strafzeiten und Nicklichkeiten auf beiden Seiten. Anstatt der 20 Minuten dauerte der Mittelabschnitt mehr als doppelt so lang und Schiedsrichter Ninkov aus Reutlingen verbannte gleich reihenweise die Spieler auf die Strafbank. Viele Unterbrechungen und fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen ließen auf beiden Seiten keinen Spielfluss mehr zu und so wurde nach dem Galadrittel der Wild Wings in den ersten zwanzig Minuten das Spiel schnell zum Kampf um die Scheibe. 84 Strafminuten standen am Ende zu Buche: eine Überzahlsituation nutzten die Wild Wings zum 3:1 durch Pierre-Luc Sleigher. Die Zeit schien nun für die Wild Wings unerbärmlich zu laufen, aber mit zunehmender Spielzeit erhöhten die Gäste aus dem hohen Norden den Druck auf das Tor von Martinovic, der mehrmals einen weiteren Treffer verhindern konnte. Ausgerechnet sein eigener Verteidiger überlistete Martinovic in der Schlussphase dieser Partie. Robby Sandrock schob die Scheibe am verdutzten Schlussmann der Wild Wings ins eigene Netz- nur noch 3:2 aus Sicht der Wild Wings.
65 Sekunden vor dem Ende gelang Bremerhavens Topscorer Jan Kopecky gar der 3:3-Ausgleich und es ging in die Verlängerung. Die fünfminütige Zugabe brachte zwar Schwenninger Chancen, aber keine Tore mehr für die Hausherren, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste. Für die Wild Wings war nur Brock Hooton erfolgreich, für Bremerhaven trafen Stanley und Saurette und sicherten so ihrer Mannschaft den Zusatzpunkt.