(bo) Die Schwenninger Wild Wings sind in der ersten Pokalrunde ausgeschieden. In Füssen setzte es eine 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen. Die Wild Wings gaben einen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand und mussten sich im Penaltyschießen geschlagen geben.
Die Hausherren kamen mit viel Schwung aus der Kabine und sorgten gleich in der Anfangsphase für mächtig Trubel vor dem Schwenninger Kasten.
Nicht ganz überraschend dann die Führung für den EV Füssen in der vierten Spielminute durch Ruslan Beszshehasnyi. Der Angreifer der Allgäuer mit zu viel Freiraum vor dem Tor und er ließ sich nicht lange bitten und überwand Sinisa Martinovic im Kasten der Wild Wings.
Die Führung für den EV war aber gleichzeitig auch der Weckruf für die Wild Wings, die in der Folgezeit besser ins Spiel kamen. In der sechsten Spielminute scheiterte Marc Wittfoth noch an Keeper Andre Irrgang. Schwenningen aber weiter die aktivere Mannschaft und dies wurde dann auch belohnt. Zwar war beim Ausgleich durch Matthias Forster auch eine gehörige Portion Glück dabei, als der Angreifer einen Schuss von der blauen Linie mit dem Schlittschuh ins Tor ablenkte. 28 Sekunden später dann der nächste Treffer für die Wild Wings. Brock Hooton zeigte sich absolut kaltschnäuzig vor dem Tor und brachte seine Mannschaft zum ersten Mal an diesem Abend in Führung. Eine Minute vor der Drittelsirene hatte Radek Krestan sogar den dritten Schwenninger Treffer auf dem Schläger, doch Irrgang war erneut auf seinem Posten.
Im zweiten Abschnitt traten die Wild Wings nun anders auf und dominierten den Oberligisten. Doch die Chancenauswertung ließ in dieser Phase des Spiels zu wünschen übrig. Mapletoft und Forster verzogen aus bester Schussposition, Borzecki scheiterte noch am Pfosten. In der 27. Spielminute dann aber doch der verdiente Treffer durch Justin Mapletoft zum 3:1. Dennoch gab der Treffer nicht die nötige Sicherheit, um auf die Siegerstraße einzubiegen. Daniel Stiefenhofer brachte seine Mannschaft kurz vor Ende des zweiten Drittels wieder ins Spiel. Und dementsprechend motiviert ging die Mannschaft von „Schorsch“ Holzmann in die letzten 20 Minuten des Spiels. Scheinbar erlösend der Treffer zum 4:2 durch Radek Krestan vier Minuten nach Wiederbeginn. Aber eben nur scheinbar, denn die Wild Wings ließen die Hausherren erneut ins Spiel zurückkommen. Durch zwei Powerplaytreffer durch Andrej Naumann und Daniel Stiefenhofer stand es plötzlich 4:4 und die Sensation lag in der Luft. Es ging in die Verlängerung, doch Zählbares sprang dabei nicht heraus. Und so musste die „Lotterie“ Penaltyschießen die Entscheidung bringen. Im ersten Durchgang traf nur jeweils ein Schütze (Brock Hooton für Schwenningen). Daniel Schmölz war es letzten Endes vorbehalten, den viel umjubelten Siegtreffer zu erzielen.