(bo) Mit einem 5:1-Sieg (0:0, 5:0 0:1) gegen Schlusslicht Dresden haben die Schwenninger Wild Wings wieder den dritten Platz erobert. Gerade einmal fünf Minuten reichten den Wild Wings, um gegen die Sachsen einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen.
Nur 2.027 Zuschauer waren zur Partie der Wild Wings gegen die Dresdner Eislöwen gekommen- Minusrekord in dieser Saison.
Und die, die gekommen waren sahen ein eher spannungsarmes erstes Drittel mit wenigen Höhepunkten. Dresdens tauchte erst nach zehn Minuten zum ersten Mal gefährlich vor Sinisa Martinovic auf, aber Harry Lange scheiterte an Schwenningens Schlussmann. Die Wild Wings hatten die beste Gelegenheit im Powerplay nach 15 gespielten Minuten. Dresdens Torhüter Christian Hacker hatte einige Mühen den Schuss von Peter Boon aus der zweiten Reihe zu entschärfen.
Ganze 99 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da sollte das Unheil über die Mannschaft von Thomas Popiesch hereinbrechen. Pierre-Luc Sleiger eröffnete den Torreigen und mit einer feinen Einzelaktion markierte der Stürmer seinen 15. Saisontreffer. 52 Sekunden später wurde David Walker von Matthias Forster herrlich in Szene gesetzt. Der Verteidiger hatte keine Probleme auf 2:0 zu erhöhen. Aber das sollte es noch längst nicht gewesen sein. Peter Boon nutzte einen Fehler in der Hintermannschaft der Eislöwen, legte die Scheibe schnell weiter auf Dan Hacker. Der Top-Torschütze der Wild Wings ließ sich diese Chance nicht nehmen und netzte ein zum 3:0. 51 Sekunden später schlug es erneut im Dresdner Gehäuse ein. Radek Krestan mit dem Querpass auf David Walker, der mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend die Weichen endgültig auf Sieg stellte. Das zwischenzeitliche 5:0 erzielte Dresden selbst: Joel Keussen schob den Puck durch die Schoner von Schlussmann Hacker, Marc Wittfoth durfte sich in die Torschützenliste eingetragen.
Dresdens Coach Popiesch hatte nun Erbarmen mit seinem jungen Torhüter und wechselte den erst 17-jährige Justin Schrörs ein. Der Youngster machte seine Sache gut und ließ keine weiteren Treffer mehr zu- am Sieg der Wild Wings änderte das nicht mehr viel. Einen Wechsel zwischen den Pfosten gab es auch bei den Wild Wings. Martinovic hatte einen Puck auf den Oberschenkel bekommen und musste so verletzungsbedingt passen. Für Martinovic kam Kai Kristian zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für Schwenningen. Nach drei Minuten im letzten Drittel musste der allerdings den ersten Gegentreffer hinnehmen. Norman Martens erzielte das Ehrentor für den Tabellenletzten- bei diesem Spielstand sollte es auch nach sechzig Minuten bleiben. Schwenningen feierte damit ein gelungenes Sechs-Punkte-Wochenende und klettert in der Tabelle wieder auf den dritten Tabellenplatz.