(bo) In einer schwachen Zweitligapartie verloren die Schwenninger Wild Wings am Abend mit 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen gegen den SC Riessersee.
Die Schwenninger Wild Wings haben im Kampf um eine gute Ausgangsposition in den Play-offs wichtige Punkte liegen lassen. Gegen den SC Riessersee setzte es am Abend eine 1:2- Niederlage nach Penaltyschießen. Nach dem Spiel wusste Trainer Jürgen Rumrich nicht so recht, was ihn mehr wurmte. Die mangelnde Chancenauswertung seiner Mannschaft, oder der ärgerliche Ausgleichstreffer bei eigener Überzahl. Aber der Reihe nach: beide Mannschaften kamen vor den 2.368 Zuschauern nicht so recht ins Spiel und echte Höhepunkte waren eher Mangelware. Auch wenn die Wild Wings ein Plus an Torschüssen verzeichnen konnten, so stand es nach zwanzig Minuten torlos.
Es fehlte der letzte Zug zum Tor und dies sollte sich auch im zweiten Abschnitt fortsetzen. Die beste Chance besaß Matthias Forster, als er beherzt abzog und die Scheibe gegen Unterkante der Latte hämmerte. Viele hatten den Puck im Tor gesehen, doch das Schiedsrichtergespann um den Schweizer Unparteiischen Karol Popovic ließ weiterlaufen.
Die Wild Wings auch in der Folgezeit bemüht den Kasten von Wild unter Beschlag zu nehmen, aber die Scheibe wollte an diesem Abend (zunächst) nicht ins Tor. Max Hofbauer kam in der 26. Spielminute frei zum Schuss, nachdem ihn Matthias Forster mustergültig bedient hatte. Doch der Stürmer scheiterte ebenso an Leonhard Wild im Kasten der Garmischer, wie auch sieben Minuten später Jason Pinizzotto. Die Chancen der Hausherren täuschten aber nicht über eine über weite Strecken mäßige Partie hinweg.
Und beinahe hätten die Gäste die Nachlässigkeiten der Wild Wings gnadenlos bestraft. Topscorer Dibelka musste in der 34. Spielminute nur noch einschieben- Sinisa Martinovic lag bereits geschlagen auf dem Eis- doch Mirko Sacher rettete im Stile eines Fußballverteidigers auf der Linie und grätschte die Scheibe von der Linie.
Im letzten Drittel schien nach gerade einmal 24 Sekunden der Bann gebrochen, als Riessersee in Unterzahl agieren musste und Peter Boon seine Mannschaft mit dem 1:0 erlöste.
Neun Minuten vor dem Ende schickte Schiedsrichter Popovic den nächsten Garmischer für zwei Minuten auf die Strafbank. Aber anstatt das 2:0 für Schwenningen, markierte der SC plötzlich den Ausgleich. Robby Sandrock mit einer Unachtsamkeit in der Defensive und diese Einladung ließ sich Verteidiger Brock Sheahan nicht nehmen und hämmerte die Scheibe in die Maschen zum Ausgleich. Mit diesem leistungsgerechten Unentschieden ging es in die Verlängerung, weitere Tore sollten aber auch in der fünfminütigen Zusatzschicht nicht fallen, sodass das Penaltyschießen über den zweiten Punkt entscheiden musste.
Bei Schwenningen war nur Brock Hooton erfolgreich, die Gäste zeigten sich abgezockt und sicherten sich den Zusatzpunkt, da alle drei Schützen trafen.