(bo) Nichts war es mit den erhofften Punkten gegen die Bietigheim Steelers. Vor 3230 Zuschauern verloren die Wild Wings am Abend mit 2:5 und rutschten damit wieder aus den Play-off Rängen.
Der Gast aus Bietigheim musste beim Duell gegen die Wild Wings auf Stammtorhüter Charpentier verzichten. Wie schon beim ersten Aufeinandertreffen hütete so Dustin Strahlmeier das Tor der Gäste. Anders als beim 5:4-Sieg in Bietigheim, spielte der Tabellenletzte munter auf und erwischte die Wild Wings immer auf dem falschen Fuß. Nach fünf Siegen in Folge riss die Serie der Wild Wings auf heimischem Eis und Trainer Jürgen Rumrich musste nach dem Spiel eine zwar bittere, aber dennoch verdiente Niederlage seiner Mannschaft einräumen. „Wir waren heute nie richtig im Spiel und haben den unbedingten Willen vermissen lassen. Bietigheim war kampfstark und nimmt hier auch völlig zu Recht die Punkte mit.“
Und in der Tat: die Steelers traten nicht auf wie ein Tabellenletzter, sondern waren von Beginn an hellwach. In der siebten Minute vergab Mark Heatley die erste dicke Chance zur Führung, allerdings setzte er den Schuss noch knapp neben den Kasten von Sinisa Martinovic. Wenig später gingen die Gäste dann aber in Führung. Patrick Schmid konnte Martinovic zum ersten Mal an diesem Abend überwinden.
Schwenningen brauchte eine Überzahlspiel, um sich die ersten guten Chanen zu erarbeiten. Jason Pinizzotto scheiterte allerdings an Strahlmeier. In der 13. Minute fiel dann doch der Ausgleich für Schwenningen. Brock Hooton legte ab auf seinen Sturmpartner Pierre-Luc Sleigher. Humorlos hämmerte der die Scheibe ins Gästetor und brachte seine Mannschaft somit zurück ins Spiel. Allerdings hatten die Steelers bald schon die passende Antwort parat. Vier Minuten nach dem Ausgleich bestraften die Steelers einen Fehler in der Hintermannschaft der Wild Wings gnadenlos und gingen erneut in Führung. P.J. Fenton traf zum 1:2. Mit der knappen Führung für die Gäste ging es ins letzte Drittel. Und Schwenningen kam zum erneuten Ausgleich. Im Powerplay traf Adam Borzecki mit einem Schuss von der blauen Linie zum 2:2. Dieser Treffer sollte aber nicht die Wende bringen, ganz im Gegenteil. Bietigheim blieb weiter die bessere Mannschaft. Schwenningen in dieser Phase mit der nötigen Portion Glück. Zunächst verwehrte der Schweizer Schiedsrichter Ken Mollard dem erneuten Führungstreffer der Steelers die Anerkennung. Wenige Zeigerumdrehungen später scheiterte Heatley mit einem Penalty an Martinovic. Doch das Glück der Hausherren war damit aufgebraucht. In Überzahl markierte Topscorer Brent Walton das 3:2 aus Sicht der Steelers. Als Ralf Herbst wenig später seine Mannschaft gar mit 4:2 in Führung brachte, war das Spiel längst gelaufen. Fünf Sekunden vor Schluss traf hingegen Bietigheim durch Chris St. Jacques ins verwaiste Gehäuse zum 5:2-Endstand.