68 Sekunden perfektes Spiel und die Towers Stars lagen flach
Wild Wings drehen in Ravensburg eindrucksvoll eine Partie
Was kann in 68 Sekunden passieren? Ein Fürstenberg-Pils zu zapfen dauert länger als drei Tore zu schießen und eine Partie in Ravensburg völlig zu drehen normalerweise sicherlich. Aber am Sonntagabend schossen die Wild Wings in dieser kurzen Zeit drei Tore. Eine Wende in Rekordzeit, die die rund 400 Wild Wings-Fans unter den 3300 Zuschauern in der ausverkauften Ravensburger Eishalle frenetisch feierten.
Mit einem 5:2 (Tore durch Dan Hacker, Andrej Kaufmann, Matthias Forster (2) und Robin Just; Gegentore durch Kostyrev (2)) haben die Wild Wings ihren bislang ärgsten Verfolger auf Distanz gehalten und den Vorsprung auf Platz 3 auf zehn Punkte anwachsen lassen.
Dabei ging es gar nicht so gut los für den SERC, der immer noch auf Jason Guerriero verzichten musste (Adduktorenprobleme). Kostyrev brachte die Gastgeber in Führung und doppelte in der 34. Minute nach. Eine bis dahin verdiente Führung, denn die Tower Stars hatten mehr Spielanteile. Doch wie immer gaben die Wild Wings nicht auf und schöpften nach Dan Hackers Anschlusstor kurz vor Ende des zweiten Drittels neuen Mut.
Was sich nach dem letzten Pausentee allerdings ereignete, hätten selbst kühnste Optimisten nicht erwartet. Innerhalb nur etwas mehr als einer Minute glichen die Wild Wings aus, gingen in Führung und bauten den Vorsprung sogar noch aus. Clever, abgezockt und auch noch schön herausgespielt waren die Tore von Andrej Kaufmann, Matthias Forster und Robin Just zwischen der 41. und 42. Minute.
Natürlich versuchten die gastgebenden Tower Stars den Match noch zu drehen und nahmen drei Minuten vor Ende den Torwart vom Eis. Doch statt zu verkürzen, kassierten die Ravensburger noch den Treffer zum 2:5-Endstand.
Das Spiel war entschieden und alles andere war ein Schwenninger Freudenfest zur Fasnachtszeit. Für die Brauchtumspflege haben die Wild Wings-Profis jetzt auch etwas Zeit, denn das nächste Training findet erst wieder am Aschermittwoch statt.
Das Wochenende mit den Topspielen ist vorbei und die Wild Wings haben sich mit fünf Punkten mehr als gut geschlagen. Allerdings wird das kommende Wochenende nicht weniger wichtig, wenn auch auf den ersten Blick etwas leichter. Doch wie so oft kann der erste Blick trügen, denn beide Teams des Wochenendes (Freitag in Heilbronn, Sonntag gegen Landshut) zeigen eine deutliche Tendenz nach oben. Heilbronn hat sich kurz vor Ende der Transferfrist noch kräftig verstärkt und will unbedingt noch Platz sechs und damit die direkte Qualifikation für die Playoffs erreichen. Sonntagsgegner Landshut hängt noch voll im Kampf um das Playoff-Heimrecht und will diesem Ziel mit dem einen oder anderen Punkt in Villingen-Schwenningen näher kommen.
Eintrittkarten gibt es wie immer im Internet oder ab Mittwoch (14:30 Uhr bis 18:00 Uhr) im Ticketbüro der Wild Wings in der Helios-Arena.